Bei der Arbeit rede ich nicht viel über meine Jahre als Pilot. Sie prägen aber immer noch, wie ich reagiere, wenn in der Produktion etwas bricht.

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Briefings helfen
Vor einem Flug spricht man durch, was schiefgehen könnte und wer dann was übernimmt. Vor einem Deploy versuche ich etwas Ähnliches, auch informell: Was ändert sich? Wie rollen wir zurück? Wer beobachtet die Metriken? Dafür braucht es keine Präsentation, aber fünf Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit.
Eine Änderung nach der anderen
Im Flugzeug isoliert man Fehler; im Cluster versuche ich dasselbe. Eine Variable ändern, Hinweise ansehen, dem Drang widerstehen, alles gleichzeitig neu zu starten. Ich lag oft genug falsch. Diese Gewohnheit macht das Falsche wenigstens leichter rückgängig.
Den technischen Teil lerne ich weiter
Die Luftfahrt hat mir Helm oder CRDs nicht beigebracht. Sie hat mir Haltung beigebracht: ruhig bleiben, wenn man auf einer Bridge sitzt und die Logs laut sind. Die technischen Fähigkeiten übe ich heute jeden Tag. Genau dieser Teil fühlt sich immer noch am schwersten und am interessantesten an.
Wenn du aus einem anderen Feld in DevOps kommst: Die alte Disziplin ist kein Trick und kein Verkaufsargument. Sie ist ein Baustein. Der Rest ist auftauchen, dokumentieren, was man lernt, und nicht so tun, als hätte man schon jeden Fehlermodus gesehen.